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Mühlentour Nordwestsachsen Drucken
Geschrieben von Mike Nöbel   
Tourbericht vom 15.05.05: Auf Mühlentour durch Nordwestsachsen

Zu aller Anfang an den geneigten Leser eine Frage: Was unterscheidet den hartgesottenen Biker vom klassischen Saisonfahrer? Der hartgesottene Biker steigt frühmorgens auch bei schlechten Wetter auf sein Bike, mit dem unerschütterlichen Optimismus dass es eigentlich nur noch besser werden kann. Der Saisonfahrer hingegen wähnt sich beim Blick aus dem Fenster als Pessimist im Glauben an fortwähr- ende Regenduschen, zieht gähnend die Vorhänge zu - und geht wieder in`s Bett! Nach dem früh- morgendlichen Treff (08.30 Uhr) am Hauptbahnhof in LE stiegen wir in den Zug und fuhren zunächst nach Zschortau (km 0,0). Das ist ein Vorort von Leipzig (oder Delitzsch, je nachdem wie man das sieht). Dort ging es dann mit frischen Schwung auf`s Fahrrad und über Selben führte die Tour zunächst nach Hohenroda (km 7,8).
Tourbericht vom 15.05.05: Auf Mühlentour durch Nordwestsachsen

Waren wir schon bei stark bedeckten Himmel losgefahren, so fing es jetzt auch noch an zu regnen und das bei unangenehmen kalten Wind. Wir ließen uns davon die Stimmung aber nicht vermiesen sondern besichtigten (mehr oder weniger tropfnass) die Bockwindmühle in Hohenroda. Von dort führte die Tour dann über Lindenhayn und Badrina zum Schullandheim Reibitz (km 19,4).


In dieser idyllisch gelegenen Anlage steht ebenfalls eine Bockwindmühle und da der Regen mittlerweile aufgehört hatte, nutzten wir die Gelegenheit zu einer längeren Pause. Solcherart gestärkt umrundeten wir den wunderschönen Großen Teich in Reibitz und fuhren durch Brösen (km 27,8) vorbei an der Gaststätte "Rotes Haus" (Querung der B 2 ) in die Noitzscher Heide.

Hier hatte nun auch der Wettergott mit uns Erbarmen, die Sonne kam zum Vorschein und fast abgetrocknet passierten wir die Muldebrücke in Bad Düben (km 35,4). Da einer unserer Tourteilnehmer zu Vorwendezeiten seinen Militärdienst in Alaunwerk (b. Bad Düben)ableisten durfte, gaben wir natürlich seinen brenenden Verlangen nach, die Stätte seines ehemaligen Wirkens zu besichtigen. Leider war das Eingangstor der Anlage verschlossen und so posierten wir davor für ein Erinnerungsfoto.


Mittlerweile hatte sich bei uns der Hunger gemeldet, so daß wir den Entschluß für eine Rast im örtlichen Lokal "Waldschänke" fassten. Davor sicherten wir unsere Räder gegen unbefugte Nutzung, aber Tourteilnehmer Thomas sicherte seines gleich auf besondere Weise: Bei ihm machte es klick und knack - dann hielt er die eine Hälfte seines Schlüssels in der Hand, die andere steckte unerreichbar im Sicherungsschloß. Aber ein guter Kneiper hat neben Essen und Getränken auch immer einen ordentlichen Trennschleifer im Angebot. Derart geholfen stand einer Fortsetzung der Tour nix mehr im Wege.


Hinter Alaunwerk beginnt dann einer der eindrucksvollsten Tourabschnitte: Vorbei an alten Muldemäandern führt hier ein 10 km langer, gut ausgebauter Radweg nach Pouch. Die Mulde ist in diesen Abschnitt sehr naturbelassen, fließt relativ unreguliert und auf jeden Meter gewinnt man immer wieder neue Einblicke in die wilde Schönheit der Muldeaue. Ein weiteres Highlight bildete die Passage der Muldebrücke in Pouch (km 49,5). Bei strahlenden Sonnenschein hatten wir einen tollen Blick über den Muldestausee Richtung Norden und über die Mulde sowie den angrenzenden Goitzschesee nach Süden. In Pouch nutzten wir dann den gut befestigten Uferrundweg am See und fuhren dann entlang des Lober-Leine-Kanal durch den Südteil der Goitzsche nach Benndorf (km 64,0).


Von Benndorf ist es dann nicht mehr weit bis nach Delitzsch und kurz vor 18 Uhr trafen wir dann auch (geschafft aber glücklich) am Delitzscher Bahnhof ein (km 68,5). Die  Rückfahrt nach Leipzig gestaltete sich in geselliger Runde kurzweilig, wobei es in Leipzig wieder regnete. Das störte uns dann aber nicht mehr, denn immerhin durften wir den Großteil des Tages im Trockenen und bei Sonnenschein erleben. An dieser Stelle nochmals einen besonderen Dank an Torsten für die tolle Gestaltung und Durchführung der Tour.



  1. Teilnehmer: Birgit, Petra, Torsten, Bernd, Thomas, Mike
  1. Dauer: 8.30-19.00 Uhr
  1. Länge: ca 70 km


Bericht erstellt von Mike

 
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